Freitag, 23. Januar 2009

Forscher widerlegt angebliches Desinteresse von britischer Regierung, Polizei, Militär und Krone am Kornkreisphänomen

Helikopter der britischen Army über einem Kornkreis nahe Bratton im Sommer 1987. Das dabei entstandene Luftbild des Kornkreises wurde Kornkreisforscher Colin Andrews von später von der Armee zur Verfügung gestellt (Fenster) | Copyright: British Army / C. Andrews

Branford/ USA - Glaubt man den erst kürzlich veröffentlichten ehemals geheimen UFO-Akten des britischen Verteidigungsministeriums sowie den Aussagen des ehemaligen UFO-Beauftragten des Ministry of Defense (MoD) Nick Pope, so habe weder die britische Regierung, noch das Militär, Polizei oder das Königshaus ein offizielles Interesse an den Kornkreisen, ihrer Dokumentation und Erforschung gehabt. Kornkreisforscher Colin Andrews widerlegt nun in einem ausführlichen Artikel und anhand zahlreicher Dokumente diese Behauptungen und belegt hingegen, wie sehr sich die britischen Offiziellen tatsächlich für das Phänomen interessieren.

UPDATE: Ein erstes Statement von Nick Pope finden Sie HIER

In einem Artikel über das offizielle Interesse der britischen Regierungsstellen an den Kornkreisen erklärte Nick Pope einst, dass das MoD zu keiner Zeit ein tieferes und weiterführendes Interesse an den Kornkreisen gehabt habe. Zudem sei die Polizei zu keiner Zeit bezüglich Kornkreisen untersuchend aktiv geworden und es habe keine offizielle Zusammenarbeit mit Forschern gegeben. Auch habe es kein Interesse der Königin oder von Mitgliedern der königlichen Familie am Thema Kornkreise gegeben. Ebenfalls widersprach Pope Behauptungen, es habe von Seiten der Regierung eine Anordnung (D-Notice) gegeben, über die Ergebnisse einer Kornkreis-Überwachungsaktion mediales Stillschweigen zu bewahren. Alle diese Aussagen, so Andrews, könne er anhand von Fotobeweisen und Dokumenten eindeutig widerlegen.

Im Gegenteil zu Popes Auslegungen, wonach sämtliche Kornkreis-Fotos, wie sie von Besatzungen von Polizei- und Militärhelikoptern erstellt wurden, lediglich aus persönlichem Interesse besagter Offiziere und nicht im offiziellen Auftrag entstanden waren, erklärt Andrews in seinem Artikel auf "ColinAndrews.net", die Natur der Verbindung zwischen ihm und dem Polizeihauptquartier von Hampshire sei eindeutig intensiverer und offiziellerer Natur gewesen.

So habe er für die Weitergabe von neuen Kornkreismeldungen eine Direktwahlnummer zum kommandierenden Flugeinsatz-Offizier in Lee-On-Solent bekommen. Aufgrund ausgewählter Meldungen sei es zu Helikoptereinsätzen gekommen, bei welchen einige Kornkreise durch die Polizeioffiziere überhaupt zum ersten Mal fotografiert wurden. Im Gegenzug bekam Andrews Abzüge der dabei entstandenen Aufnahmen.

Foto einer Kornkreisformation nahe Winchester im Mai 1989, aufgenommen von der Hampshire Police Air Support Unit basierend auf Informationen von C. Andrews, dessen Wagen ebenfalls - wie von der Polizei erbeten - auf dem Foto zu sehen ist. | Copyright: Hampshire Police / C. Andrews

Ähnliche Verbindungen und Vereinbarungen bestanden laut Andrews auch zu Einheiten des britischen Militärs - auch hierfür liefert der Pionier der Kornkreisforschung fotografische Beweise. Zudem sei das Militär 1990 an der Kornkreisüberwachungsaktion "Operation Blackbird" nahe Bratton und am Silbury Hill in Wiltshire mit zwei Offizieren beteiligt gewesen, die für die Handhabung der von Militär gestellten Nachtsichtkameras verantwortlich waren.

Während "Operation Blackbird" sei es sogar zu einer "D-Notice" der britischen Regierung gekommen sein. Derartige Anordnungen unterbunden die mediale Berichterstattung zu bestimmten Themen. Andrews beruft hierzu sich auf den Radio- und Fernsehjournalisten Dave Barrett, der damals für den Radiosender GWR in Swindon arbeitete und die eingegangene offizielle Anordnung, die Live-Berichterstattung vom Überwachungscamp zu unterbrechen, bestätigte. Sogar vom Betreten eines neuen Kornkreises sei das Journalistenteam durch die Anordnung abgehalten worden, so Barrett.

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Hinzu habe die britische Armee für eine Dokumentation der BBC im Sommer 1989 zu Vergleichszwecken selbst Kornkreise getrampelt und mit einem Armeehelikopter Getreideflächen niedergewirbelt und die dabei entstandenen niedergedrückten Flächen dann aus der Luft fotografiert.

Auch Mitglieder der damaligen britischen Regierung unter Margret Thatcher und des Parlaments, so etwa Sir David Mitchell (MP), hatten ein offenes Interesse an der Erforschung. Neben den politischen Regierungsvertretern zeigten auch die Königin und die Königsfamilie ein dezidiertes Interesse an den Kornkreisen und der Forschung. Königin Elisabeth II. hatte eines der ersten Kornkreisbücher (Circular Evidence / Kreisrunde Zeichen von C. Andrews und P. Delgado) auf ihrer sommerlichen Leseliste und abonnierte gemeinsam mit ihrem Ehemann dem Duke of Edinburgh, Prinz Philip, den Forschungs-Newsletter von Andrews und Delgado. In einem Schreiben, dass von Andrews dem Duke von Edinburgh zugeschrieben wird, formuliert dieser sogar eine eigene Theorie über das Entstehen von Kornkreisen: "Wenn es sich nicht um einen Schwindel handeln sollte, so glaube ich, dass eine unsichtbare kraft dahinter steckt."

Welche Brisanz Andrews Artikel tatsächlich zu haben scheint, zeigen erste Schritte gegen den Autor, der unter Androhung juristischer Konsequenzen angemahnt wurde, ein zuvor innerhalb des Online-Artikel veröffentlichtes Dokument wieder von der Seite zu entfernen.

Den vollstädigen Artikel mit allen Dokumenten und weiterführenden Links finden Sie HIER

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / colinandrews.net
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